Städtetrip nach Kairo | Laute, bunte, schmutzige, wunderschöne Stadt | Teil II

In Teil eins habe ich euch von den Öffentlichen Verkehrsmitteln und den Märkten erzählt. Heute geht´s zu den weltberühmten Sehenswürdigkeiten und ich erzähle euch wie ihr euch „angebracht“ Verhaltet damit euch möglichst nichts passiert wenn ihr zu Fuß durch Kairo lauft.

Was sollte man in Kairo nicht verpassen?

Die Pyramiden von Gizeh und die Sphinx
Die Pyramiden sind von den sieben Weltwundern der Antike das einzig noch erhaltene. Kairo ist mittlerweile bis auf ein paar hundert Meter an sie herangewachsen – sie thronen sozusagen majestätisch hinter der Millionenmetropole. Sie sind etwa 4600 Jahre alt und zeugen einer vergangenen Hochkultur.
Meistens ist eine der drei großen Pyramiden geöffnet und man kann durch einen engen Schacht ins innere der Pyramide kriechen. Das lassen sich die Ägypter gut bezahlen. Die Karte kostet fast 20 € – aber es lohnt sich.
Zwar sind die Gänge eng und schlicht und auch die Kammer am Ende ziert einzig ein gigantischer Sarkophag, aber das Gefühl in einem so alten, gigantischen Bauwerk zu stehen ist überwältigend und unbeschreiblich.

Das Ägyptische Museum
Auch wenn man sonst kein Museumsliebhaber ist – wenn man schon mal in Kairo ist sollte das Ägyptische Museum mit auf dem Programm stehen. Es wurde 1900 gebaut und liegt direkt im Zentrum am Al-Tahrir-Platz. Es ist weltweit das größte Museum für altägyptische Kunst und beherbergt Werke aus verschiedenen Epochen und Dynastien. In einem abgedunkelten Raum, für den man extra Eintritt zahlen muss sind Mumien von Pharaonen ausgestellt. Unter ihnen auch der berühmte Ramses II. der 66 Jahre das Land regierte und erst im Alter von 90 Jahren starb. Auch der Museums-Garten ist sehr schön und mit vielen alten Staturen versehen. Im Hintergrund ist ein seit 2011 ausgebranntes Regierungsgebäude – was einen stätig daran erinnert dass die politische Lage in Kairo leider seit einigen Jahren problematisch ist.

Muhammad-Ali-Moschee
Die Moschee ist eine der bekanntesten der Stadt und offen für Touristen. Natürlich sollte man sich angemessen kleiden – lange, hochgeschossene Kleidung und als Frau nach Möglichkeit ein Tuch dabei haben um seine Haare zu verdenken. In touristischen Moscheen ist ein Kopftuch keine Pflicht, ich empfinde es aber aus Respekt vor der Religion als angebracht.
Die Architektur der Moschee und des Innenhofes ist überwältigend. Auch der Innenraum mit seinen unzähligen Lampen, riesigen Kronleuchtern und orientalischen Teppichen erinnern einen an Märchen aus 1001 Nacht.

Der Kairo Tower
Der 187 Meter hohe Fernsehturm der Stadt liegt in der Innenstadt und ist vom Tahrir Platz gut zu Fuß zu erreichen. Der Eintritt ist mit 5€ recht günstig. Von hieraus hat man einen fantastischen Weitblick über die gesamte Stadt und kann ihrer gigantischen Ausmaße erkennen. Sogar die Pyramiden kann man bei schönem Wetter in der Ferne sehen.

Sicherheitsrelevantes
Zur Zeit würde ich nicht empfehlen Kairo zu besuchen. Vor der Reise solltet ihr immer die Infos vom  Auswärtigen Amt checken.
Seit der Revolution 2011 und dem Militärputsch ist das Land in einer Umbruchphase. Es finden viele Demonstrationen und gewalttätige Auseinandersetzungen statt. Auch Terroranschläge und Entführungen nehmen zu.

Als ich zuletzt 2013 nach Kairo reiste war der Tahrir Platz grade wieder besetzt. Das Hotel war praktisch leer, denn es waren kaum Touristen in der Stadt.
Als Frau mit blonden Haaren war es mir zu unsicher ohne Kopftuch durch die Straßen zu laufen. Als europäisch wurde ich natürlich trotzdem erkannt, manchmal auch angesprochen ob ich Muslimin bin. Auf mein: „Nein, ich trage das Kopftuch aus Respekt vor der Kultur im Land.“ wirkten eigentlich alle freudig überrascht.
Auch meine Kleidung war immer etwas weiter und lang. Überall wo viele Touristen sind ist das nicht notwendig – aber bei Stadtspaziergängen, am Tahrir Platz und auf Märkten fand ich es angebracht.
Das muss aber natürlich jeder für sich entscheiden wie sehr er sich „verkleidet“.

Ich hatte nur eine kleine Digicam mit. Die hatte ich meist in der Hosentasche oder im Ärmel meiner Strickjacke. Sie ständig offensichtlich in der Hand zu haben könnte eine Sicherheitsrisiko sein.
Ich hatte keine Wertsachen bei mir oder in der Tasche, sondern immer nur etwas Geld auf Hosentaschen und Schuhe verteilt.

Ich fühlte mich mit meinen Vorsichtsmaßnahmen zu keiner Zeit unsicher in Kairo – aber das ist nur mein persönliches, empfinden. Vermutlich war es zu keiner Zeit so sicher wie es sich für mich anfühlte 🙂

Ihr habt Fragen, Lob, Kritik oder Anregungen?
Dann schreibt mir – gerne per Mail, Facebook oder hinterlasst einen Kommentar.

Hier gehts zu Teil I: Städtetrip nach Kairo – laute, bunte, schmutzige, wunderschöne Stadt Teil-I

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