Krüger Nationalpark | The Big Five

…Zwischen Elefanten, Nashörnern und Löwen!

Schon in Deutschland haben wir unsere Tour in den Krüger Nationalpark gebucht.  Ich war ziemlich aufgeregt, es war meine erste Safari.
Gebucht hatten wir bei Selous Safari, vier Tage ab Johannesburg mit Übernachtung im Zelt.
Nach sieben stündiger Fahrt kam unsere Reisegruppe bestehend aus fünf Leuten im Camp an. Meine Freundin und ich aus Deutschland, eine Engländerin und zwei Kanadier. Es war schon dunkel und die Elektrik außer Betrieb. Unser Guide Llyod begrüßte uns und zeigt uns das Qutdoorcamp. Zuletzt die Zelte. Kleine Zweimannzelte direkt unter einigen großen Bäumen.

„Nachts hüpfen auf den Zeltdächern kleine Affen, lasst euch davon nicht stören. Wenn ihr auf Toilette geht nehmt bitte immer! eine Taschenlampe mit und schaut genau wo ihr hintretet. Gelegentlich sitzen giftige Spinnen und Schlangen auf dem Boden. Manchmal schleicht sich auch ein Leopard in das Camp. Macht euch einfach groß und viel Lärm, dann verschwinden sie wieder!“

Ich glaube meine Freundin ist schon bei den Spinnen ausgestiegen, mir waren die Leoparden zu viel – ich hatte kein großes Bedürfnis mir nachts den Weg zur Toilette zu erkämpfen. Zum Glück gab es die Möglichkeit zum Upgrade. Wir bezogen also einen hübschen, kleinen Bungalow mit eigenem Bad und umzäunter Terrasse.

 

Am ersten Abend saßen wir gemütlich am Lagerfeuer, tranken süßen Wein aus Tetra Pak´s und erzählten uns was wir von den nächsten Tagen erwarteten und welche Tiere wir unbedingt sehen wollten. Die meisten im Krüger heimischen Tiere hatte ich schon in Zoo´s und Co gesehen. Mir war es also besonders wichtig die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zusehen. Dort wo sie hingehören.

Die erste Safari startete am nächsten Morgen um 5 Uhr. Etwas verkartert vom vielen Wein in der Nacht, schlürften wir einen Kaffee und stiegen in den offenen Jeep. Das Camp lagt am Rand vom Krügerpark und wir führen noch ca. 30 Minuten durch die Dunkelheit zum Eingang.
Es war eiskalt im Jeep und der Fahrtwind ließ uns zittern. Belohnt wurden wir aber mit einem wunderschönen Morgenrot über der Steppe. In der ersten Stunde haben wir auch direkt den König der Savanne gefunden. Eine Löwenfamilie, mit einigen Jungen lag nur zehn Meter entfernt von uns entfernt und döste.

 

Das war sehr faszinierend! Fast eine Stunde beobachteten wir die Löwen und ich knipste unzählige Photos.
Wir waren an diesem Tag insgesamt sechs Stunden im Krüger unterwegs. Unser Guide Llyod war unheimlich aufmerksam. Sein Blick schweifte beim Fahren von rechts nach links, hin – her! Er sah die Tiere fast immer bevor wir sie entdeckten. Wir beobachteten Elefanten, Zebras und Antilopenherden. Zwischendrin gab es Pausen in denen uns Llyod bekochte.

 

Der Zweite Morgen startete erneut nach einer langen weinlastigen Nacht. Dieses Mal hatten wir uns noch dicker angezogen. Wir wussten ja nun wie frostig es auf der Fahrt in der Morgendämmerung werden kann. Pünktlich zum Sonnenaufgang waren wir im Krüger. Diesmal ohne Wolken. Fasziniert von dem roten Feuerball über der Steppe verweilten wir still am Wegessrand. Ich glaube dieser wunderschöne Sonnenaufgang war für uns alle etwas Besonderes. Ein toller Start in den Tag!

 

Wenig später sah Llyod einen Leoparden direkt neben unserem Jeep im Baum. Es war ein sehr elegantes Weibchen, die sich überhaupt nicht um uns scherte. Sie machte einen Satz und sprang aus dem Baum auf die  Straße, direkt vor unser Auto und schaute uns eine uns eine Weile an.
Dann überquerte sie ganz langsam und bedächtig die Straße. Jetzt holte sogar unser Llyod seine Kamera raus und erklärte uns die Besonderheit dieses Augenblicks. Ich glaube das war uns allen sehr bewusst. Gebannt beobachteten wie die Leoparden-Dame gegenüber in einen Baum kletterte. Das war mein Tageshighlight!

 

Auch an diesem Tag haben wir Elefanten, Giraffen, Büffel, viele Vögel, Krokodile, Nilpferde, Schweine, und Affen gesehen. Doch beinahe hätten wir die Big Five nicht vollständig gesehen, das Nashorn ließ auf sich warten. Zehn Minuten vor Verlassen des Parks stand dann zum Glück eins am Wegessrand.

 

Nach einer kurzen Nachmittagspause im Camp welche wir in der Sonne dösend auf Liegestühlen verbrachten, starteten  wir zu einem Game Drive. So richtig konnten wir uns nichts darunter verstellen.

Wir fuhren in ein privates Reservat, in dem sehr viele Büffel, Zebras und Girafen leben. Nach zwei Stunden Safari fuhren wir auf einen Hügel um uns dort mit einem Glas Wein in der Hand einen wunderschönen Sonnenuntergang anzusehen.

 

Am letzten Abend grillte Llyod für uns. Steaks, Folienkaroffeln und Maiskolben. Unglaublich lecker! Bis spät in die Nacht saßen wir wieder am Lagerfeuer und resümierten über die letzten erlebnisreichen Tage.

Am nächsten Morgen starteten wir in Richtung Johannesburg. Unterwegs besichtigten wir noch den Blyde River Canyon – ein toller Ort mit beeindruckender Aussicht.

 

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